Meine Ernährungs-Philosophie

Ein Trend, ein Mysterium oder ein Geschenk an unsere Gesundheit?

Es geht um Clean-Eating, eine Ernährung frei von künstlichen Zusatzstoffen, Zucker und viel ungesunden Fetten, am besten noch hausgemacht, ohne tierische Produkte und superlecker und befriedigend obendrein. Diese Einstellung zum Essen verbreitet sich immer mehr und auch entgegen ihrer Skeptiker, die sich nur schwer von der guten, alten „Hausmannskost“ trennen wollen, greift diese Leidenschaft um sich – so auch auf mich. Warum genau ich bei meiner Ernährung (mit Leidenschaft :D) so pingelig bin, möchte ich hier erzählen!

Auch wenn ich schon als Baby zermatschte Süßkartoffeln und Blaubeerfrüchtebrei geliebt habe, wurde bei uns früher schon mal eine Dose Ravioli kalt gegessen, zum Abendessen eine Tiefkühlpizza aufgebacken, Bratwürstchen gebraten, oder Fertigdesserts zum Nachtisch (oder zwischendrin) verspeist. Aber trotzdem hatte in meiner Familie auch schon immer die Vollwertküche und Bio-Lebensmittel einen vergleichsweise hohen Stellenwert, sodass mir mein „innerer Öko“ und die Liebe zu guter Ernährung quasi irgendwie in die Wiege gelegt wurden.

 

Richtig angefangen mit dieser Umstellung von „normalem“ Essen - wie meine lieben Mitmenschen meine Ernährung heute nicht immer betrachten :D - zu einer Lebensweise ohne Weißmehl, ohne raffinierten Zucker, ohne Chemie und ohne Fleisch hat alles 2013.

Meine Mutter hat damals begonnen, sich mit dem Thema Fleischproduktion, Massentierhaltung und veganer und generell gesünderer Ernährung zu befassen. Und weil ich es irgendwie interessant fand und neue Herausforderungen sowie Abwechslung in der Küche liebe, habe ich mich mit ihr zum Spaß ein, zwei Monate der „Vegan for fit“-Challenge von Attila Hildmann gestellt. Und das hat unglaublich Spaß gemacht! Ich hätte davor nie gedacht, dass es so lecker und abwechslungsreich sein kann, sich rein vegan zu ernähren und dabei komplett auf Weißmehl, Zucker und Co zu verzichten. Es erfordert auch viel Planung und Disziplin, ja. Aber so lecker zu essen, in dem Bewusstsein, man führt seinem Körper dabei auch noch so viel unglaublich Gesundes zu, übersteigt diesen Aufwand bei weitem!

 

Und so habe ich angefangen, mich immer mehr damit zu beschäftigen, wie ich für mich selbst mein Essen so gesund und lecker wie möglich gestalten kann, ohne an irgendetwas einbüßen zu müssen. Denn ich bin tatsächlich ein kleines Fressmonster. Meine Mama nennt mich auch Raupe Nimmersatt und bei meinem Freund trage ich den Spitznamen Omnomm. Aber das ist nur ein Nebeneffekt davon, wie lecker man einfach gesund kochen kann!

Und weil ich neben dem Kochen das Reisen über alles liebe, kreiere ich am liebsten Rezepte, die von weltweiten Herkünften inspiriert sind.

 

Auch wenn ich doch nicht vollständig vegan geblieben bin, sondern immer noch ab und zu Joghurt, Quark oder Käse esse, macht es mir auch immer total Spaß, neue vegane Gerichte auszuprobieren. Meine Rezeptsammlung enthält wohl eine gesunde Mischung veganer und vegetarischer Gerichte, die alle voller guter und geheim gesunder Dinge stecken. Viele davon haben übrigens auch schon eingefleischte (hihi) Fleischesser und Skeptiker überzeugt – also nichts wie ran!

 

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Kommentare: 2
  • #1

    Elke (Montag, 13 Februar 2017 17:15)

    Gute alte Hausmannskost ist celan eating pur - oder wo sonst sind Linsen mit Spätzle, Dampfnudeln mit Beerensoße und Gaisburger Marsch einzuordnen?

  • #2

    Hannah (Montag, 13 Februar 2017 19:45)

    Naja, ich sage ja nicht, dass Hausmannskost per se schlecht ist. Was ich daran schätze, ist, dass hauptsächlich regionale und saisonale Zutaten vorkommen. Wenn man aber auf die Zutaten selbst schaut, kommen doch viele Produkte wie Weißmehl, Butter, Käse, Zucker und Fleisch vor, auf die nach Prinzip des clean-eatings verzichtet wird. Die Natürlichkeit und pflanzliche Herkunft spielt hier einfach eine große Rolle, die bei verarbeiteten Produkten wie Weißmehl und raffiniertem Zucker und tierischen Produkten generell so nicht (mehr) zu finden ist. :)