Die wichtigsten Fragen, die du dir vor der Planung deiner (Welt)Reise stellen solltest

Okay: Du hast dich entschieden, dass du reisen willst. Herzlichen Glückwunsch! Du hast den wichtigsten Schritt geschafft. Du weißt, du wirst eines Tages losziehen, vielleicht weißt du sogar schon wann.

Aber: Zwischen dir und deiner Reise steht noch ein langer Weg voller Vorbereitungen, Planungen, Buchungen und Überlegungen auf vermutlich völlig fremdem Terrain. Leicht ist man überfordert und weiß nicht, wo man anfangen soll, was man überhaupt beachten muss, und und und... Deswegen zeige ich dir hier, wie du am besten mit deiner reiseplanung beginnst, und welche Fragen zu beachten sind, bevor du richtig loslegst.

Weltreiseplanung beginnt im Kopf

Ich habe an dieser Stelle eine gute und eine schlechte Nachricht für dich.

 

Zuerst die schlechte: Da musst du jetzt durch. Du möchtest die Reise machen, und es gehört dazu, an dieser Stelle auch mal auf sich allein gestellt zu sein. Die berühmte Komfortzone zu verlassen!

 

Jetzt die gute Nachricht: Du bist gar nicht wirklich allein! Du musst vielleicht noch einige Schritte von alleine gehen, es gibt Dinge, die musst du selbst erledigen und die kann kein anderer für dich übernehmen. ABER: Es gibt ganz viele Menschen da draußen, die dir den Weg zeigen können, die ihn schon gegangen sind oder die ihn mit dir gemeinsam gehen können, so wie wir jetzt. Von denen du lernen kannst und die dich in die richtige Richtung schubsen können.

 

Zum Thema Reiseplanung gibt es tausende Blogs, Websiten und Berichte, Listen und Artikel und was noch alles. Verbinde dich, trete in Communitys (wie zum Beispiel diese Facebook-Gruppe) ein, tausche dich aus. Doch bevor du loslegen kannst und dir die Flüge buchst, deinen Rucksack packst und dich schnell noch impfen lässt - da gibt’s noch eine wichtige Sache, mit der du dich auseinandersetzen solltest. Und da kann dir keiner helfen, denn das ist deine ganz persönliche Reise in deinem Kopf:

Werde dir bewusst, wie deine Reise aussehen soll.

Du hast dir vielleicht schon überlegt, ob du mit einem Partner oder alleine reisen möchtest. Wenn nicht, dann solltest du das jetzt tun. Denn diese Frage steht ganz am Anfang aller Überlegungen. (Hier erkläre ich dir, welche Vor- und Nachteile beide Varianten mit sich bringen.) Die zweite Frage steht jetzt zwischen dir und aller weiteren Planung: der Route, der Art der Reise, der Finanzierung, den Versicherungen, Kreditkarten, Flügen, und so weiter. Und zwar:

 

Was erwartest du von dieser Reise, DEINER Reise?

 

Dazu hilft es vielleicht, dir die folgenden Fragen zu stellen:

  1. Warum will ich eigentlich reisen?
  2. Wo möchte ich eigentlich hin? Und warum? Gibt es bestimmte Dinge, die ich unbedingt erfahren/erleben will?
  3. Welche Erwartungen habe ich an die Reise? Was sind meine Vorstellungen?

Es ist wichtig, dass du dir über diese Dinge selbst klar wirst, da die Reise, so oder so, auch eine Reise zu dir selbst werden wird. Du wirst ganz neue Erfahrungen machen, du wirst dich selbst und deine Grenzen (und gegebenenfalls deinen Partner) besser kennenlernen, als jemals zuvor. Um also deine eigene Reise um die Welt und zu dir selbst zu machen, musst du dir jetzt bewusst werden, was du von der Reise erwartest, um diesem Weg folgen zu können. Der kann sich jederzeit ändern, das ist kein Problem. Aber trotzdem solltest du spätestens jetzt damit beginnen, von Anfang an ehrlich mit dir selbst zu sein. Dann werden sich auch die weiteren Fragen nach und nach klären.

Nimm dir am besten ein Stift und ein Blatt Papier und versuche einmal, die folgenden Fragen für dich zu beantworten.

 

Warum will ich eigentlich reisen?

 

Was ist dein Ziel, dein Ansporn um zu reisen? Was versprichst du dir davon? Möchtest du einfach mal ausbrechen, was anderes sehen? Möchtest du eine andere Kultur erleben? Eine neue Sprache lernen? Menschen unterstützen und ihnen helfen? Tolle, beeindruckende Natur erleben, oder eher lebendige Metropolen erkunden? Möchtest du viele neue Menschen kennenlernen oder einfach mal deine Ruhe von sozialen Verpflichtungen haben?

 

Es gibt an dieser Stelle soo viele Fragen, die du dir stellen kannst. Ich kann dir nur erzählen, wie es bei mir ist: Ich weiß, ich will reisen, um einmal ein ganz anderes Leben zu leben als jenes, das ich jetzt 18 Jahre lang hatte. Ich will mein Leben einmal komplett selbst in die Hand nehmen. Ich will lernen, dem Leben mehr zu vertrauen und aufhören so viel zu planen. Ich will sehen, was das Leben da draußen in der Welt noch so zu bieten hat. Ich will joggen gehen, ohne immer das Hintergrundgeräusch der nächsten Autobahn in den Ohren zu haben und ich möchte ans Meer. Frei sein, wild sein, surfen und die Natur auf mich wirken lassen.

 

Was auch immer deine Ziele, Wünsche oder Ansporne sind, eins ist sicher – sie werden dich einen guten Schritt in die Richtung der zweiten Frage weiterbringen:

 

Wo möchte ich eigentlich hin? Und warum? Gibt es bestimmte Dinge, die ich unbedingt erfahren/erleben will?

 

Die Reiseroute oder bestimmte Ziele sind die Anlaufstation für die Realisierung deiner Reisepläne – mindestens über ein erstes Ziel musst du dir bewusst werden, denn irgendwo muss man ja anfangen. Auch wird vieles weitere davon mitbestimmt: die Flüge, Visa, und auch Versicherungen hängen davon ab.

Möchtest du nach Asien? Australien? Südamerika? Wenn du an dein Traumreisziel denkst, was kommt dir in den Sinn? Es muss ja kein bestimmtes Land sein, vielleicht siehst du einfach eine bestimmte Gegend oder eine bestimmte Situation: vielleicht einen menschenleeren Sandstrand mit wundervollen Wellen? Ein beeindruckendes Gebirge? Eine fremde Großstadt? Einen Van, mit dem du herumreist oder ein tolles Hotelzimmer? Eine Gruppe von Einheimischen und du mittendrin?

 

Die Antworten auf die erste Frage können dir hier gut die Richtung weisen, und worauf es jetzt ankommt, das ist die Schnittmenge: verbinde deine Traumziele mit deinem Reisegrund. Wenn du einmal einen Kulturschock möchtest, solltest du Europa verlassen. Australien und Neuseeland, sowie du USA und Kanada haben auch eher westliche Werte und Lebensstandards. Asien dagegen ist eine ganz andere Nummer. Religion, Essgewohnheiten, Sprache und Schrift – hier wird dir vermutlich nichts bekannt vorkommen. Nur mal als Beispiel.

 

Wenn du dagegen schon ein Ziel klar vor Augen hast, ist die Frage erstmal geklärt: Ich wusste zum Beispiel schon immer, dass ich unbedingt nach Australien will. Dieser Plan hat sich jetzt noch erweitert, mehr zu unserer Reiseroute schreibe ich aber bald in einem eigenen Artikel.

 

Wenn du weißt, warum du reisen möchtest, und wo es ungefähr hingehen soll, dann gehe einen weiteren Schritt Richtung Ehrlichkeit und Offenheit dir selbst gegenüber:

 

Frage dich selbst, was DU eigentlich von deiner Reise erwartest.

 

Diese Frage ist deswegen so wichtig, weil ihre Beantwortung dir Sicherheit bei der Verfolgung deines Ziels gibt. Wenn du Menschen erzählst, du gehst auf (Welt)Reisen, werden wahrscheinlich alle ein anderes Bild davon haben. Vielleicht bekommst du Dinge zu hören wie: Wie cool, wenn du da und da bist musst du unbedingt dies oder das sehen oder tun! Oder: Thailand, aha, da machst du dann bestimmt einen Kochkurs oder ein Yoga Retreat! - Du gehst nach Thailand um die Reiseprospektlandschaften zu sehen, um das echte Thailand zu sehen musst du aber von den Küsten weg. NUR die Berge und das Inland sind das eigentlich Interessante. Oder: Australien, hm, das wäre mir viel zu gefährlich, da gibt’s doch giftige Tiere…

 

Verstehst du, was ich meine?

 

Fakt ist aber, egal was andere sagen oder denken, es ist DEINE Reise und du solltest dich von niemandem unter Druck setzen lassen, irgendetwas zu machen oder dich für irgendetwas zu rechtfertigen, was du tust oder nicht tust. Denn die einzigen Erwartungen, die erfüllt werden sollen, sind doch deine eigenen. Deswegen hilft es ungemein, sich selbst klar zu werden, was man will und was man von der Reise erwartet.

 

Doch auch wenn träumen unglaublich viel Spaß macht: setze deine Erwartungen lieber nicht gleich zu hoch, sonst kann es sein, dass du leicht enttäuscht wirst. Die besten Erfahrungen habe ich bis jetzt gemacht, wenn ich komplett neutral und offen an neue Orte gekommen bin und mich so ganz unvoreingenommen auf sie einlassen konnte, zum Beispiel in Hossegor oder Le Porge-Océan. Wenn man dagegen einen Ort hochgelobt bekommt, wie Miami oder die Traumstrände in Florida, dann ist man vor Ort schnell desillusioniert, weil man sich vor lauter Vorfreude ein viel zu perfektes Bild gemacht hat.

Zu guter letzt: Teile deine Erkenntnisse

Ein wichtiger Punkt noch, besonders für alle, die zu zweit Reisen: teile auf jeden Fall deine Erkenntnisse über deine Ziele, Träume und Erwartungen mit deinem (Reise)Partner! Auch in dieser Beziehung solltet ihr (spätestens ab jetzt!) einfach immer offen und ehrlich miteinander sein und Themen, die euch beschäftigen, gleich ansprechen. Denn es ist eure Reise und es ist wichtig, dass der Andere deine Vorstellungen kennt und umgekehrt! So lassen sich Missverständnisse vermeiden und die Dinge besser angehen. Und auch wenn du dir vielleicht über eine Frage noch im Unklaren bist, so kann es helfen, sich mit dem Partner darüber auszutauschen. Schließlich steht der vor den gleichen Fragen, Plänen und Ereignissen.

 

Ich weiß nicht, wie unsere Reiseplanung ausgesehen hätte, wenn ich nicht festgestellt und angesprochen hätte, dass ich doch noch nach Asien will. Warum ich das will. Wie er das denn sieht. Und dass wir daraus eine neue, viel bessere Reiseroute entwickelt haben, mit der wir jetzt beide glücklich sind und uns unendlich darauf freuen!

Fazit: Offenheit gewinnt und öffnet Türen und Tore!

Egal ob mit dem Partner oder mit dir selbst, eine Sache ist einfach total wichtig: sei ehrlich und sei offen. Offen für deine Wünsche, offen für das, was vor dir/euch liegt. Dann wird es dir einfacher fallen, zu erkennen, was du willst, deinem Herzen zu folgen und alles, was kommt, als Geschenk anzunehmen. Denn du weißt, du bist auf dem richtigen Weg.

Und wie geht es weiter?

Wenn jetzt der ganze Gedanken-Prozess abgeschlossen ist, bleibt natürlich die Frage: WO fange ich denn jetzt wirklich, wirklich an?

 

Das, was am langfristigsten vorzubereiten ist, ist tatsächlich die Finanzierung deiner (Welt)Reise. Tipps zur Planung und Umsetzung deiner (Welt)Reisefinanzierung, sowie zum Sparen zuhause und auf Reisen findest du hier.

 

Alles Liebe, deine Hannah

T E I L E  D I E S E N  A R T I K E L :

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Kommentare: 2
  • #1

    anonymouswisegirl (Samstag, 04 März 2017 19:49)

    Hey there,
    found your blog by chance, thought I'd let you know that you made a spelling mistake. It's Travelling. You use double -l. Unless you're misspelling on purpose for some weird reason.
    Cheerio, and have fun on your world travelling (!) voyage ;)

  • #2

    Adi (Montag, 06 März 2017 20:43)

    Hi wisegirl, I'm sorry to correct you but it isn't spelled wrong... You can actually say both, traveling is the American form and travelling is said in Britain/Australia. Since she has been to the U.S. twice before I assume she just got used to their spelling. :)